Am 24. August 2018 wurde an einer Presseorientierung bekannt gegeben, dass die Werkflugplatz Dübendorf AG gegründet worden ist. Grundlage für diese Gründung ist der Volksentscheid vom 26. November 2017, bei dem das Stimmvolk von Dübendorf, Volketswil und Wangen-Brüttisellen beschlossen hat, diese Aktiengesellschaft zu gründen und mit 2 Millionen Franken Aktienkapital auszustatten.

Von den Befürwortern wurde aber im Vorfeld der Abstimmung nie kommuniziert, dass der Bund die Betreibung eines Flugplatzes durch die drei Gemeinden nicht zulassen wird. Wenn die Stimmbürger gewusst hätten, dass das Aktienkapital herausgeworfenes Geld ist, bin ich mir nicht sicher, ob das Abstimmungsergebnis das gleiche gewesen wäre. Doch die Abstimmung hat stattgefunden und das Ergebnis ist zu akzeptieren. Der Bund hat sofort nach der Volkabstimmung der drei Gemeinden unmissverständlich klar gemacht, dass er die Planung des Betriebs dieses Flugplatzes nicht aus der Hand gibt und ihn diese Abstimmung nicht interessiert, da dies Bundesangelegenheit ist.

An der nun stattgefundenen Presseorientierung wurde die Gründung der AG mit Fr. 250'000.- Kapital bekannt gegeben. Die Stadt Dübendorf schiesst 52% des Kapitals ein, den Rest zahlen Private. Die Gemeinden Volketswil und Wangen-Brüttisellen machen beim Aktienkapital, trotz den Versprechungen vor der Abstimmung nicht mit. Der Stadtrat von Dübendorf ruft die Bevölkerung auf, gegen das geplante SIL-Verfahren Widerstand zu leisten. Ihm ist klar, dass die Lösung, welche er bei der Abstimmung letztes Jahr versprochen hat, nie zum Tragen kommen wird und versucht so Stimmung zu machen. Dass er die Gründung der AG vollzogen hat ohne Zustimmung des Bundes widerspricht auch den Versprechungen, welche der Stadtrat vor der Abstimmung gemacht hat. Nicht zu warten, bis sicher ist, dass die Werkflugplatz Dübendorf AG den Flugplatz auch betreiben kann, ist nicht nur ein Brechen von Versprechen, sondern auch Verschleuderung von Steuergeldern.

Der Betrag von Fr. 130'000.- ist verloren und wird bis zum definitiven Aus dieser Träumerei verbraucht sein. Die Exekutiven der beiden anderen Gemeinden waren vorsichtiger und schlauer, weil sie bei dieser Steuergeldverschleuderung nicht mitmachen. Es gibt keinen vernünftigen Grund, diese Aktiengesellschaft schon heute zu gründen. Wenn die Illusionen des Stadtrates von Dübendorf trotz allen klaren gegenteiligen Anzeichen doch noch erfüllt würden, wäre immer noch genügend Zeit dazu gewesen. So zeigt der Stadtrat von Dübendorf, dass er keinen Respekt vor den Steuerzahlern und Stimmbürgern hat.

Orlando Wyss, Gemeinderat SVP Dübendorf