Leserbrief bezugnehmend auf den Artikel im Glattaler «Bierdeckel statt Tweets» vom 02.02.18 über das Nein-Komitee des Züricher Oberlands.
Stellen Sie sich vor, die Politik käme auf die Idee der Tages-Anzeiger würde obligatorisch und jeder Haushalt müsste das Zwangsabo des Tages-Anzeiger bezahlen. So abwegig ist das gar nicht. Der Tages-Anzeiger berichtet über Politik, über Wirtschaft, über Sport und über Kultur – und jeder, ob Private oder Unternehmungen haben für den Tages-Anzeiger ein Empfangsgerät, ein Briefkasten. Sie sind mit dem Inhalt des Tages-Anzeiger nicht einverstanden und hätten lieber die NZZ, die WOZ, die Weltwoche, den Zürcher Oberländer oder was auch immer. Pech gehabt, das Abo können Sie nicht kündigen – es ist ein Zwang.
Nehmen Sie weiter an, die Zwangsabos würden dem Tages-Anzeiger CHF 1.3 Milliarden einspielen und der Tages-Anzeiger würde immer grösser und grösser und grösser werden. Die Konkurrenz würde immer mehr in die Ecke gedrängt und würde ums Überleben kämpfen.
Plötzlich kommt eine Gruppe Personen auf die Idee die Zwangsgebühr abzuschaffen. Die Empörung wäre riesig. Die Gegner würden argumentieren der Zusammenhalt des Landes und die Demokratie seien in Gefahr. Deutschschweizer Politiker würden behaupten, dass eine Tageszeitung im Tessin, in der Romandie und schön gar nicht im Bündnerland überlegen könnte. Nur das Zwangsabo des Tages-Anzeiger würde die wichtigen Informationen zu Land und Leute bringen.
Nur die wenigsten würde sich daran erinnern, wie es im Jahr 2018 war, als die Zeitungen frei wählbar und dem Mark ausgesetzt waren. An Zeiten in denen es lokale Tageszeitungen gab und diese nahe bei den Leuten waren - in allen Landesteilen und in allen Landesprachen.
Erinnert Sie dieses Gedankenspiel nicht auch an die Zwangsgebühr Billag und an das SRF? Wieso soll es im Zeitalter der freien und unabhängigen Medien und dem Internet beim Fernsehen anders sein als bei den Zeitungen. Wäre es nicht schön, man könnte wie bei den Zeitungen das Abo fürs Fernsehen frei wählen und nur jene Sendungen schauen und für jene bezahlen, welche man auch wirklich schauen möchte?
Nehmen Sie sich die Freiheit wählen zu dürfen, für welche Medien Sie zahlen möchten und stimmen Sie JA zur No Billag Initiative.
Patrick Walder, Präsident SVP Dübendorf


