In der Abstimmungskampagne zum jährlichen Betriebskredit für die WBK und insbesondere in den Leserbriefen der letzten Wochen zu diesem Thema weisen die Befürworter wiederholt auf die Wichtigkeit von Weiterbildung und die Bedeutung der WBK für die Bevölkerung von Dübendorf hin. Gegen Weiterbildung ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Niemand streitet in einer globalisierten Welt und bei stetigem technologischen Fortschritt die Notwendigkeit von Zusatzqualifikationen wie beispielsweise den Erwerb von Fremdsprachen oder die Aneignung von Informatikanwendungen ab. Aber genau diese Angebote, welche vielen Dübendorfern dem Vernehmen nach so sehr am Herzen liegen, werden eben in Zukunft nicht mehr oder nur noch in stark eingeschränktem Rahmen angeboten.

Im Abstimmungsbüchlein der Stadt Dübendorf zum jährlichen Betriebsbeitrag für die WBK steht hierzu auf der vierten Seite klar und deutlich, dass eine Weiterführung des Kursbetriebes trotz höheren Unterstützungsbeiträgen der Stifterinnen (Stadt Dübendorf und Sekundarschulgemeinde) eine Reduktion der Angebote notwendig macht. Die Angebotspalette wird sich hauptsächlich auf Deutsch und Integration beschränken, während Weiterbildungsangebote im eigentlichen Sinne wie beispielsweise Fremdsprachen oder Informatikanwendungen nur noch in begrenztem Umfang marginal bedient werden. Eine erneute Verbreiterung der Angebote wird lediglich als Zielsetzung in Aussicht gestellt. Die WBK wird dem Stiftungszweck, nämlich der beruflichen und persönlichen Weiterbildung der Bevölkerung, nur noch eingeschränkt nachkommen. Die Ausführungen von Daniel Burkhardt in seinem Leserbrief der Vorwoche sind daher entgegen der Replik von Hans-Peter Hauser keinesfalls haltlos.

Meine Befürchtung geht dahin, dass sich der Kursbetrieb mit einer Zustimmung zum jährlichen Betriebsbeitrag mittelfristig weitgehend im erwähnten Rumpfangebot für Deutsch und Integration erschöpft und wir in zehn Jahren wieder die gleichen Diskussionen führen werden. Ich lege Wert auf eine sorgfältige Verwendung der Steuergelder. Insbesondere sollen sie möglichst vielen Einwohnern zugute kommen. Das ist vorliegend nicht der Fall. Ich sage daher Nein zum jährlichen Betriebsbeitrag für die WBK.

Oliver Pierson, Vorstandsmitglied SVP Dübendorf

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