Wieder einmal sollen die Pendler und treuen ÖV-Nutzer die Zeche zahlen: Ab Dezember 2026 werden Bahn- und ÖV-Tickets im Schnitt um 3,9 Prozent teurer, das Generalabonnement sogar deutlich stärker. Die Alliance SwissPass begründet dies mit höheren Energie-, Personal- und Materialkosten sowie notwendigen Investitionen. Das mag vordergründig stimmen. Doch der eigentliche Grund wird elegant verschwiegen: die ungebremste Bevölkerungsexplosion der Schweiz.
Je mehr Menschen ins Land strömen, desto voller werden die Züge, desto grösser die Infrastrukturprobleme und desto höher die Kosten. Statt das Wachstum zu bremsen, schiebt die Politik die Rechnung einfach auf die Nutzer ab – mit höheren Preisen und später wohl auch höheren Steuern. Wer treu mit dem GA pendelt, wird besonders bestraft. Genau das kritisieren Branchenkenner wie Jonas Bommer zu Recht: Solche Preiserhöhungen sind mit den Klimazielen der Schweiz nicht vereinbar. Wer die Leute aus dem ÖV vertreibt, fördert letztlich mehr Autoverkehr.
Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) und der Konsumentenschutz beklagen zurecht, dass der Bund auf Kosten der Passagiere spart. Doch sie verschweigen die wahre Ursache: Eine Politik der offenen Grenzen, die die Schweiz in Richtung 10-Millionen-Schweiz treibt. Mehr Einwohner bedeuten mehr Verkehr, mehr Überlastung und höhere Preise – ein Teufelskreis.
Genau dagegen richtet sich die SVP-Nachhaltigkeitsinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz». Sie fordert, das Bevölkerungswachstum endlich zu steuern und die ständige Wohnbevölkerung bis 2050 bei maximal 10 Millionen zu halten. Wer einen bezahlbaren, pünktlichen und attraktiven öffentlichen Verkehr will, muss das unkontrollierte Wachstum stoppen. Sonst wird der ÖV für Normalverdiener immer unerschwinglicher – und die Klimaziele bleiben leeres Gerede.
Die Wahl ist klar: Entweder wir akzeptieren eine immer teurere, überfüllte Schweiz – oder wir stimmen am 14. Juni Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative und sorgen dafür, dass der öffentliche Verkehr auch in Zukunft für die Schweizerinnen und Schweizer bezahlbar bleibt.
Chaim Stolz, Dübendorf


