Eigenverantwortung bedeutet, das eigene Leben aktiv zu gestalten und die Konsequenzen des eigenen Handelns zu tragen. In einer Welt, die immer komplexer wird, spielt sie eine zentrale Rolle: Sie stärkt unser Selbstvertrauen, fördert unsere Entscheidungsfähigkeit und hilft uns, Herausforderungen mit Zuversicht zu begegnen.
Wer eigenverantwortlich handelt, verlässt sich nicht darauf, dass andere Probleme lösen oder Entscheidungen treffen. Stattdessen übernimmt man bewusst Verantwortung – für die eigene Gesundheit, für das berufliche Handeln, für die Gestaltung des Miteinanders und für das persönliche Wohlbefinden. Gleichzeitig bedeutet sie, Freiheiten zu schätzen, ohne dabei die Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft zu vernachlässigen.
Immer wieder stelle ich mir die Frage, ob heute die Eigenverantwortung noch gilt. Grundsätzlich bin ich ein positiver Mensch und überzeugt davon, dass es sie weiterhin gibt. Dennoch haben in letzter Zeit kleine Risse mein optimistisches Bild getrübt. Allzu häufig wird bei Problemen sofort nach staatlichen Lösungen gerufen. Das führt zu einer wachsenden Flut an Gesetzen und zu einer immer stärker aufgeblähten Verwaltung – denn irgendjemand muss diese Vorgaben ja auch kontrollieren und durchsetzen. In vielen Fällen entstehen dadurch wiederum neue Schwierigkeiten. Ein Beispiel dafür ist die 30er Zone an der Bahnhofstrasse. Das ursprüngliche Problem waren sogenannte Autoposer. Anstatt konsequent zu kontrollieren und Verstösse zu ahnden, entschied sich der Stadtrat für die Einführung einer 30er Zone. Das Resultat ist, dass das Thema bis heute für Diskussionen sorgt und weitere Folgefragen – wie Fussgängerstreifen oder Rechtsvortritt – behandelt werden müssen.
Damit Eigenverantwortung wieder etwas gilt und die Versprechen wieder gehalten werden, wähle ich die SVP Liste 1, Tanja Lips in den Stadtrat und André Ingold als Stadtrat und Stadtpräsident.
Edith Fischer


