Replik auf Leserbrief « SVP-Strategie: Ängste schüren statt Sicherheit schaffen»

Im obengenannten Leserbrief versteigt sich der Schreiber, welcher sich wenigstens als SP-Mitglied zu erkennen gibt, zur Aussage, dass die SVP Ängste schüren würde. Die gewonnenen Volksabstimmungen zu Tempo 30 bei den Quartiererschliessungstrassen im Jahr 2021 und der Mobilitätsinitiative im Jahr 2025 muss er zwar zähneknirschend anerkennen, doch seien diese nicht repräsentativ. Also übersetzt heisst das, wenn ein Resultat einer Abstimmung seinen Vorstellungen entspricht, wird es akzeptiert, sonst müssen dunkle Mächte am Werk gewesen sein. Er philosophiert, dass Unfälle bei Tempo 50 gravierender sein können als bei Tempo 30. Das ist sicher so. Dieser Logik folgend würde das Verletzungsrisiko noch stärker sinken, wenn ein totales Fahrverbot für Autos gelten würde. Man kann nur zuwarten, bis diese Forderung der Linken auf das politische Parkett kommen wird.

Den Beweis, dass Tempo 50 im Stadtzentrum jemals ein Problem gewesen ist, bleibt er schuldig. Dies auch, weil es diesen Beweis gar nicht gibt. Auf den Titel in seinem Leserbrief zu sprechen zu kommen muss man sich fragen, wer hier Ängste schürt. In seinem ersten Leserbrief hat er davon gesprochen, dass die Zahl der Verkehrstoten gestiegen sei. Grosses Pech für ihn. Einen Tag vor Erscheinen seines Leserbriefs am letzten Freitag wurde die Statistik der Verkehrstoten im letzten Jahr veröffentlicht. Ein deutlicher Rückgang auf einen absoluten Tiefstwert. Und dabei sind die Unfälle bei E-Bike-Fahrern und jungen Töff-Fahrern deutlich angestiegen.

Das Schicksal des ungünstigen Zeitpunkts teilt er mit SP-Gemeinderätin Leandra Columberg, welche an den Dübendorfer Stadtrat eine Anfrage stellte, wie er mit dem Thema der häuslichen Gewalt umzugehen gedenkt. Sie ordnet dieses als reines Männer-Problem ein. Ihr Ziel: Eine Stelle in der Dübendorfer Verwaltung zu schaffen, welche sich damit beschäftigt. Oder wenigstens Steuergeld für linke NGO’s ausgeben, welche sich mit diesem Thema auseinandersetzen.

Dumm gelaufen. Einige Tage später kommt die Antwort des Bundesrates auf eine SVP-Anfrage. Sie zeigt klar auf, dass häusliche Gewalt kein Männer-Problem, sondern ein Ausländer-Problem ist. Am häufigsten sind ausländische Männer Täter vor ausländischen Frauen. Erst dann kommen Schweizer Männer und ganz am Schluss Schweizer Frauen. Pech gehabt mit dem Zeitpunkt dieser Anfrage.

Ich würde den Ideologen der SP raten, sich schlau zu machen, wann eine offizielle Studie oder dergleichen über das jeweilige Thema herauskommt, bevor sie sich mit Behauptungen in die Nesseln setzen. Irgendwann ist es nicht mehr nur Pech, sondern unterlassene Grundlagenarbeit.

Orlando Wyss, Gemeinderat SVP Dübendorf