Replik auf Leserbrief «Mehrheit der Bevölkerung befürwortet Tempo 30 in den Quartieren»

Ich weiss nicht, auf welchem Planeten der Leserbriefschreiber wohnt. Mit Dübendorf hat sein Leserbrief jedenfalls nichts zu tun. Verständlich wird sein Schreiben nur durch seine Kandidatur auf einer linken Gemeinderatsliste. Nur schon mit seinem Titel liegt er total falsch. Am 13.06.21 stimmten 60% der Dübendorfer Stimmberechtigten gegen die Vorlage «Tempo 30 auf Quartiererschliessungsstrassen» und versenkten 16 Projekte für Tempo 30 in den Quartieren. Wenn hier die Bevölkerung dieser 16 Quartiere in der Mehrheit für Tempo 30 gewesen wäre, hätte die Vorlage eigentlich angenommen werden müssen. Das macht auch den Hintergrund der Petitionen fragwürdig, welche in letzter Zeit in verschiedenen Quartieren gesammelt wurden. Es wäre interessant zu sehen, wie viele Leute bei allen Petitionen unterschreiben, obwohl sie nicht im entsprechenden Quartier wohnen. Hier will die SVP Klarheit schaffen.

Dann gehen die Gäule dem Leserbriefschreiber vollends durch. Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung lehne die Einschränkung der Autonomie für Tempo 30 ab, welche Bundesrat Albert Rösti fordere. War er am 30.11.25 im Tiefschlaf, als der Kanton Zürich mit 57% ebendiese Forderung bei der Mobilitätsinitiative befürwortete? In Dübendorf waren es sogar über 61%. Weiter schwadroniert er von der Erhöhung der Zahl der Verkehrstoten in der Schweiz, wie das etwas mit der Verkehrssituation in unseren Quartieren zu tun hätte. An den einzigen schweren Unfall, welcher in der letzten Zeit passiert ist, an den ich mich erinnern mag, ist derjenige im Stadtzentrum nach Einführung von Tempo 30, was seither zu Verunsicherung für die Fussgänger geführt hat und mit Annahme der Mobilitätsinitiative nicht mehr erlaubt wäre. Der Leserbrief von letzter Woche zeigt nur eines. Wenn Fakten nicht das gewünschte Ergebnis bringen, wird von Ideologen der Teufel an die Wand gemalt und mit Fake-News operiert.

Orlando Wyss, Gemeinderat SVP Dübendorf