In Dübendorf wird die Bau- und Zonenordnung demnächst revidiert. Die Zielsetzungen des Dübendorfer Stadtrates sind klar. Es muss «auf Teufel komm raus» verdichtet werden. Der Druck auf Dübendorf und andere Städte und Agglomerationsgemeinden ist riesig. Über 200´000 Menschen sind im Jahr 2022 netto unter verschiedenen Titeln, wie Personenfreizügigkeit, Wirtschaftsmigration, Asyl, Familiennachzug usw. in unser Land geströmt. Alle diese Menschen müssen ein Dach über dem Kopf haben. Das Errichten von neuem Wohnraum vermag hier nicht mehr Schritt zu halten.

Das neue Zauberwort und Allheilmittel heisst nun Verdichtung. Doch was bedeutet das für Dübendorf konkret? Wir sehen das am Beispiel des Quartiers Birchlen. Dort soll die Zone W3 auf W5 aufgestockt werden. Alle, die in diesem Quartier in einer älteren Liegenschaft wohnen, müssen damit rechnen, dass sie nächstens die Kündigung erhalten. Das, weil die Liegenschaften abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Kein normal denkender privater und noch weniger ein institutioneller Liegenschaftenbesitzer wird unter solchen Voraussetzungen eine alte Liegenschaft renovieren und erhalten. Denn er bekommt von der Stadt Dübendorf quasi den Auftrag; abreissen und neu und grösser bauen. Dass es hier zu Härtefällen kommt, ist absehbar. Eine Grossmutter, die seit Jahrzehnten in ihrer Wohnung mit tragbarem Mietzins in trauter Umgebung wohnt, wird rausgeschmissen und muss schauen, wie sie zu Rande kommt. Und wieso findet diese nicht gerade von sozialer Feinfühligkeit geprägte Wohnbaupolitik in Dübendorf und auch anderswo statt?

Wegen der masslosen Zuwanderung. Dabei sollten wir diese eigentlich durch die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative der SVP im Griff haben. Doch der vom Stimmvolk gewollte Verfassungsartikel ist vom eidgenössischen Parlament in der Gesetzgebung nicht umgesetzt und mit demokratieverachtender Nonchalance ins Gegenteil verkehrt worden. Fast alle Probleme, die wir heute in unserem Land haben - Wohnungsnot, Strommangellage, Verkehrskollaps, überforderter öffentlicher Verkehr, Dichtestress, Kriminalität, Gewalt gegen Frauen, Jugendgewalt, Schulen am Anschlag, Gesundheitswesen mit Personalmangel, überbordende Sozialhilfekosten, abnehmender sozialer Friede, Fachkräftemangel, immer weniger Selbstversorgung, Heimatmüdigkeit - sind durch die unkontrollierte, masslose Zuwanderung verursacht worden. Nun müssen wir diese von der «Classe Politique» verursachte Fehlentwicklung durch das Zusammenpferchen der Menschen - verdichteter Wohnungsbau genannt - korrigieren. Die Scheinlösungen der Linken, die mit staatlichen Massnahmen in die Eigentumsgarantie planwirtschaftlich eingreifen wollen, sind aber das falsche Mittel, um die Wohnungsmisere zu beheben.

Die gleichen Linken- und Mittepolitiker, die den Rauswurf der armen Grossmutter aus ihrer Wohnung tränenreich beklagen, sind mit ihrer Befeuerung der masslosen Zuwanderung die eigentlichen Treiber dieser verfehlten Politik. Wenn wir nicht in eine eigentümerfeindliche, sozialistische und planwirtschaftliche Wohnbaupolitik abdriften wollen, müssen wir diese Verdichtung des Wohnens wohl oder übel in Kauf nehmen. Damit dies in Zukunft nicht immer schlimmere Formen annimmt, müssen wir die Zuwanderung in unser Land schleunigst in den Griff bekommen. Deshalb wird die SVP Kanton Zürich, in Absprache mit der SVP Schweiz, eine neue Volksinitiative lancieren, welche dieses Problem lösen wird. Diese soll so ausgestaltet sein, dass sie bei Annahme in der Gesetzgebung ohne Wenn und Aber umgesetzt werden muss.

Orlando Wyss, Fraktionspräsident SVP Dübendorf

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