Die Initiative der extremen Linken Partei «Alternative Liste» mit dem verführerischen Titel «Keine Steuergeschenke für Grossaktionäre» ist gefährlich für den Kanton Zürich und gehört abgelehnt. Mit der Initiative «Keine Steuergeschenke für Grossaktionäre» greift die «Alternative Liste» nicht die «Reichen» an, sondern sämtliche KMU im Kanton Zürich.
Sie fordert, dass die Ausschüttung von Dividenden aus Aktien oder Stammanteilen, sofern die Inhaberschaft mehr als 10% an der Gesellschaft hält, neu mit 70% statt wie bisher mit 50% besteuert wird.
Es trifft die KMU
Die Initiative trifft die Falschen, nämlich primär die Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen, denn insbesondere bei diesen ist es so, dass die Inhaberschaft mehr als 10% der Anteile besitzt. Bei Grossunternehmen, v.a. bei börsenkotierten, ist es das äusserst selten der Fall. Die rund 104’000 KMU zu schwächen, davon rund 42'000 Familienbetriebe, ist für den Kanton ein Schuss ins eigene Knie. KMU sind die wichtigsten privatwirtschaftlichen Arbeitgeber und somit auch die wirtschaftliche Säule für gesunde Finanzen. Diese mit einer erneuten Steuererhöhung zu bestrafen ist falsch und unfair.
Attraktiver Kanton Zürich noch mehr in Gefahr
Als wichtigster Wirtschaftsmotor der Schweiz, muss der Kanton Zürich immer den Abgleich mit den umliegenden Kantonen machen. Die Zahlen zeigen, dass er bereits heute die höchste Gewinnsteuerbelastung hat. Mit Annahme der Initiative würde der Kanton Zürich auch bei der Dividendenbesteuerung zu den unattraktivsten Wirtschaftskantonen gehören.
Obwohl für Unternehmen viele weitere Komponenten wichtig sind, ist es für weitsichtige Unternehmerinnen und Unternehmer unabdingbar, immer auch die Steuerbelastung im Auge zu behalten. Neuste Statistiken zeigen, dass bereits bei der aktuellen Steuersituation eine Nettoabwanderung von KMU und Start-ups aus dem Kanton Zürich stattfindet, vor allem in die Nachbarkantone Schwyz und Zug. Eine weitere Steuerbelastung dürfte den besorgniserregenden Trend bestärken, zum Verlust von Arbeitsplätzen führen und würde letztlich allen schaden.
Nein am 25. September
Daher gilt es, die Initiative abzulehnen, was auch der Regierungsrat, der Kantonsrat, die Wirtschaftsverbände sowie die Parteien SVP, FDP, Die Mitte, EVP und GLP empfehlen.
Patrick Walder, Präsident SVP Dübendorf



