Replik auf die Ausführungen des Sicherheitsvorstands Hanspeter Schmid im Glattaler vom vergangenen Freitag Die Ausführungen von Sicherheitsvorstand Hanspeter Schmid (Die Mitte) im letzten Glattaler lassen tief blicken und offenbaren eine Sicherheitspolitik, die auf dem Prinzip Hoffnung und Salamitaktik beruht. Obwohl er sich bewusst war, dass es ein Sicherheitsrisiko ist, Fussgängerstreifen zu Gunsten einer 30-er Zone zu entfernen, wurde Tempo-30 im Zentrum vor einem Jahr umgesetzt. Seine Ausführungen zeigen, dass er schon damals darauf hoffte, von der zuständigen Kantonspolizei Sonderbewilligungen zu erhalten, um die Fussgängerstreifen wieder hinzumalen. Eine aus verschiedenen Gründen hoch problematische Haltung.
Hanspeter Schmid lobt im Glattaler die zuständige Kantonspolizei und schon fast etwas stolz erklärt er: «Doch wir haben eine gute Zusammenarbeit, sind hartnäckig geblieben und klopften auch aufgrund von Rückmeldungen aus dem Parlament und der Bevölkerung immer wieder an.»
Gibt es aber für ihn Grund stolz zu sein und sich auch noch zu rühmen? Ich glaube nicht. Einerseits hat er mit den unnötigen Massnahmen alle Verkehrsteilnehmenden, besonders aber die Fussgängerinnen und Fussgänger, darunter viele Kinder und ältere Leute, einer erhöhten Gefahr ausgesetzt und andererseits den öffentlichen Haushalt viel Geld gekostet. Ganz abgesehen davon, dass das Ganze Verkehrsregime im Zentrum von vielen Leuten nach wie vor abgelehnt wird.
Im besagten Beitrag ist auch die Aussage von Hanspeter Schmid zu lesen: «Die Haltung der Kantonspolizei ist klar: keine Zebrastreifen in 30er-Zonen», um dann am Schluss noch anzufügen, dass der Stadtrat nach wie vor das Ziel verfolge, weitere Streifen wieder anbringen zu können. Doch die Kantonspolizei habe die Schulwege priorisiert. Das erklärt die Widersprüchlichkeit und das Prinzip Hoffnung und Salamitaktik seiner Sicherheitspolitik vortrefflich.
Es ist höchste Zeit, dass Parlament und Stimmvolk bei Temporeduktionen mehr Mitsprache bekommen.
Paul Steiner, Gemeinderat SVP


