An der Parteiversammlung vom 18. Februar 2014 fassten die Mitglieder der SVP Dübendorf die Parolen zu den Abstimmungen vom 8. März 2014.
Unbestritten war die Vorlage zur Rechtsformumwandlung des Spitals Uster. Gesetzesänderungen und mehrere darauf folgende Austritte aus dem Zweckverband schafften eine kritische Kapitalsituation und zwangen die verantwortlichen Gremien zum Handeln. Eine stabile Trägerschaft, die Möglichkeit zukünftig Reserven bilden zu können und eine Organisationsform, in welcher Verantwortung und Kompetenzen übereinstimmen, waren gefragt. Die gemeinnützige AG stellt einen optimalen Kompromiss zwischen Unternehmertum und Politik dar. Die Spitalleitung kann im Tagesgeschäft selbständig agieren und unternehmerisch frei entscheiden. Die Politik behält durch Verwaltungsrat und Generalversammlung – die Vertreter werden gewählte Behördenmitglieder sein – die Oberaufsicht über den Spitalbetrieb. Eine Anpassung des Gesellschaftszwecks, inklusive Gemeinnützigkeit oder eine Veränderung im Aktionariat, bleiben dem Stimmbürger vorbehalten. Die SVP empfiehlt 2 x Ja zu dieser zukunftsweisenden Vorlage.
Dem bisherigen Friedensrichter Ursx Wicki wird von den Anwesenden einstimmig das Vertrauen ausgesprochen.
Der Diskussionsbedarf bei den beiden Eidgenössischen Vorlagen war unterschiedlich hoch.
Bei der Familieninitiative wurden pro und kontra intensiv erörtert. Unbestritten war bei allen Teilnehmenden im Grundsatz, dass Steuererleichterungen als Solches und eine Entlastung der Familien im Speziellen, positiv zu werten sind. Zulagen auszurichten und davon einen Teil in Form von Steuern wieder abzuschöpfen, wurde als systemisches Unding kritisiert. Gegen die Initiative wurde argumentiert, man schaffe ein Präjudiz und die Einsparung sei für die mittleren Einkommen klein. Zudem sei eine Korrektur des Gesamtsystems solchen Einzelmassnahmen vorzuziehen. Letztlich entschied sich eine Mehrheit für die Nein-Parole.
Keinerlei Support erhielt die Initiative "Energie- statt Mehrwertsteuer". Einstimmung beschloss die Versammlung die Nein-Parole zu diesem praxisuntauglichen Systemumbau. Dieser würde die Industrie, insbesondere den Exportbereich hart treffen und unzählige Arbeitsplätze gefährden. Aber auch private Haushalte würden überdurchschnittlich zur Kasse gebeten, notabene in Bereichen, in welchen es kaum Ausweichmöglichkeiten gibt. Denken wir z.B. nur an Strom, Heizöl und Benzin. Und, wie stellen sich die Initianten die Steuerfestsetzung in einem saisonal stark schwankenden Markt bei einer mittel-/längerfristig unberechenbaren Nachfrage vor? Immerhin sprechen wir hier von ca. 22 Mrd. Franken. Das entspricht ungefähr einem Drittel der Staatseinnahmen.


