Replik auf «Sieg mit grossem Schönheitsfehler»
In seiner Analyse des Wahlergebnisses der Dübendorfer Stadtratswahlen kommt Thomas Bacher zum Schluss, dass es ein Manko der Dübendorfer Parteien gewesen sei, dass sie keine Frauen nominiert hätten. Dies kann man so sehen. Doch sollte eigentlich nicht das Geschlecht, sondern die Qualität für ein solches Amt im Vordergrund stehen. Sollte aber das Geschlecht in unserer genderbetonten Zeit wirklich massgebend sein, haben unsere über alle Zweifel erhabenen Politiker im Parlament der Bundeshauptstadt die Lösung vorgezeigt. Jeder Einwohner unseres Staates kann sich bei seiner Gemeinde melden, um sein Geschlecht zu wechseln, dem er sich nicht angehörig fühlt, und dies für einen Betrag von Fr. 75.-, welcher er zu bezahlen hat. Dies ist ein Privileg, welches wir uns als wohlstandsverwahrloste Gesellschaft als wichtige Errungenschaft unserer Weiterentwicklung auf die Fahnen geschrieben haben. Da unsere Exekutive schon vor den Wahlen im linksgrünen Denken beheimatet war, sollte es doch kein Problem sein, diesen Missstand zu beheben.
Es bräuchte nur drei dieser männlichen Stadträte, welche dem linken Mainstream nicht abgeneigt sind, um diesen Missstand in der Dübendorfer Exekutive zu beseitigen. Die dazu nötigen finanziellen Mittel in Höhe von Fr. 225.- könnten sie sogar der Stadtkasse entnehmen, weil unser Finanzvorstand mit einem überraschenden Ertragsüberschuss von 16 Millionen Franken sowieso die Übersicht über die Finanzen verloren hat. Als Resümee könnten wir vermelden, die Frauenquote ist erreicht, der linken Gesinnung im Stadtrat ist Genüge getan und wir haben Fr. 225.- unseres unplanmässigen Überschusses sinnvoll investiert.
Herman Grünenfelder, Dübendorf


