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Im Namen der SVP Dübendorf (SVP) danken wir dem Stadtrat für die Möglichkeit der Stellungnahme zum Gesamtverkehrskonzept der Stadt Dübendorf. Fristgerecht nehmen wir von dieser Möglichkeit Gebrauch, mit der Bitte um Berücksichtigung unserer Anmerkungen und Kritiken zu den jetzigen Plänen.

Die SVP wird die Umsetzung des Verkehrskonzepts weiterhin kritisch verfolgen und wo nötig politische Mittel ergreifen.

Die SVP äussert sich mit diesem Schreiben sowohl grundsätzlich als auch detailliert zu einzelnen Punkten. Keine detaillierte Stellungnahme bedeutet nicht automatisch die Zustimmung zu den geplanten Vorhaben.

Grundsätzlich:
Mit Bedauern stellen wir fest, dass im Konzept hauptsächlich der Langsam-Verkehr sowie der Öffentliche-Verkehr (ÖV) zu Lasten des motorisierten Individualverkehrs (MIV) gefördert werden. Weiter sind wir gegenüber den Leitsignalstellen (LSA) sowie der grundsätzlichen Idee der Prioritätsregelung des ÖV äusserst kritisch, da der Nutzten dieser Massnahmen unseres Erachtens überschätzt wird.

Inakzeptabel ist für die SVP Dübendorf der Verzicht auf die Parkplätze beim Adlerplatz. Diese ermöglichen einen problemlosen kurzen Besuch der örtlichen Läden und sind somit für diese von existenzieller Bedeutung.

Weiter ist für die SVP Dübendorf nicht nachvollziehbar wieso ein Teil der Umgebung beim Bahnhof Begegnungszone werden soll. Die Kosten für die Umsetzung sind unseres Erachtens zu hoch und führen zu einer unnötigen Behinderung des Verkehrs sowie zu einem falschen Sicherheitsgefühl des Langsam-Verkehrs.

Mit dem Grundsatz, die Bevölkerung von Dübendorf nach Möglichkeit vor der weiteren Zunahme negativer Einflüsse des Verkehrs zu schützen (S. 1 – Verkehrskonzept), ist die SVP grundsätzlich einverstanden.
Umso mehr erstaunt, dass der Stadtrat eine verkehrsbedingte Mehrbelastung (MIV und ÖV) in Kauf nimmt, welche durch die Unterstützung eines Innovationsparks – mit ca. 9‘000 neuen Wohn- und Arbeitsplätzen – entsteht. Ein aus unserer Sicht klarer Wiederspruch zu den Verkehrszielen der Stadt.

Detaillierte Stellungnahmen:
Objektblatt 1.01:
Mit der Fahrbahnhaltestelle wird der MIV zu stark behindert. Diese Massnahme führt zu unnötigem Stau hinter dem Bus, was sowohl ökonomisch wie auch ökologisch fragwürdig ist. Weiter wehrt sich die SVP gegen den Rückbau bestehender und finanzierter Strassenverkehrs-Infrastruktur.

Objektblatt 1.04:
Die Bus-Priorisierung, insbesondere im Zentrum, bringt u.E. wenig bis nichts, da kein zusätzlicher Raum für die Strasse besteht und somit der Verkehrsfluss zusätzlich behindert wird.

Objektblatt 1.06:
Gemäss Konzept wird die ÖV-Anbindung als gut bis sehr gut bewertet (S. 12 – Verkehrskonzept). In Anbetracht der Kosten ist somit auf eine Anbindung Dübendorfs an S5 oder S15 zu verzichten.

Objektblatt 1.09:
Auf die Glattalbahn Plus ist zu verzichten, da die baulichen Kosten bei Stadtbahnen massiv höher als bei Busbetrieben sind. Busbetriebe benötigen massiv weniger Platz auf den vorhandenen Strassen, was dem MIV entgegen kommt und grossflächige Enteignungen unnötig macht. Der Kosten-Nutzenvergleich einer zusätzlichen Stadtbahn steht in keinem Verhältnis.

Objektblatt 2.01 + 2.03:
Auf die Aufpflästerung im Bereich Wallisellenstrasse sowie auf die Versetzung der Bushaltestellen ist zu verzichten. Beides führt zu einer massiven Behinderung des Verkehrsflusses. Die Versetzung der Bushaltestellen in den Fahrbereich führt u.E. zu einem neuen Unfallschwerpunkt.

Objektblatt 2.02 + 2.04:
Die SVP befürwortet eine Verbesserung der Bussituation beim Bahnhof. Hier sind dringend Massnahmen zu ergreifen. Jedoch wehrt sich die SVP gegen das System "Begegnungszone". Eine Begegnungszone führt zu grossen Behinderungen des Verkehrs und vermittelt dem Langsam-Verkehr ein falsches Sicherheitsgefühl. Dieses birgt massive Gefahren für den MIV und für den Langsam- Verkehr. Weiter ist auf ein allfällig zusammenhängendes Sackgassensystem der Bettlistrasse zu verzichten. Der P+R ist aufrecht zu erhalten und eine gute und rasche Zufahrt zu ermöglichen.

Objektblatt 2.05 + 2.07:
Auf LSA-Anlagen ist grundsätzlich zu verzichten. Diese führen lediglich zu einer Verschiebung der Staus und nicht zu einer Verringerung der Infrastrukturbelastung. Werden die Anlagen nicht optimal eingestellt, führen sie zu unnötigen Rückstaus, insbesondere in "Nicht- Stosszeiten". Der unerwünschte Ausweichverkehr wird gefördert.
Da ein grosser Teil des Zuflussverkehrs sein Ziel in Dübendorf hat, wird ein allfälliger Nutzen solcher Anlagen u.E. stark überschätzt.

Objektblatt 2.06:
Die Überlandstrasse kann u.E. als Umfahrungsstrasse betrachtet werden (siehe Objektblatt 2.10). Sie ermöglicht die Umfahrung des Zentrums Dübendorfs. Bei Umfahrungsstrassen gilt ganz besonders, dass der Verkehr nicht durch LSA-Anlagen behindert werden darf.
Eine weitere Tempolimitierung auf der Hermikonstrasse wird von der SVP abgelehnt.

Objektblatt 2.08:
Die SVP begrüsst die Temporeduktion auf 60 KM/H im Gfenn. Zusätzlich sollte dort der Rechts-Abbieger Richtung Volketswil aufgehoben werden.

Objektblatt 2.09:
Die Hermikonstrasse ist bereits stark verkehrsberuhigt. Die SVP steht weiteren Massnahmen kritisch gegenüber.

Objektblatt 2.11 + 2.12:
Auf eine teilweise Sperrung der Adlerstrasse (Einbahnsystem) ist zu verzichten. Bestehende und finanzierte Verkehrs- Infrastruktur muss aufrecht erhalten bleiben. Der Nutzen eines Einbahnsystems ist für die SVP im vorliegenden Vorschlag nicht ersichtlich.
Auf die Aufhebung der Parkplätze auf dem Adlerplatz ist zu verzichten. Die Parkplätze, welche den "Schnell-Einkauf" beim lokalen Gewerbe unterstützen, sind für dieses existenziell. Der Rückbau würde einen massiven Attraktivitätsverlust für das Zentrum bedeuten.

Objektblatt 3.02 + 3.03:
Auf eine Verpflichtung zur Bewirtschaftung der privaten öffentlich zugänglichen Parkplätze ist zu verzichten. Eine solche Massnahme ist ein massiver Eingriff in die Selbstbestimmung des Eigentums und wird von der SVP deshalb grundsätzlich abgelehnt.
Im Zentrum sollen Parkplätze mind. 30 Minuten gratis zur Verfügung stehen. Dies fördert das örtliche Gewerbe, weil es den Schnell-Einkauf ermöglicht.

Objekt 5.01 + 5.02:
Die SVP wird Projekte zur Umsetzung von "Tempo 30" kritisch verfolgen. Das Volk hat die flächendeckende Einführung von "Tempo 30" abgelehnt. Die SVP befürchtet mit der Formulierung auf Objektblatt 5.02 eine Umgehung des Volkswillens.

Objektblatt 6.04:
Die Kosten scheinen sehr (zu) hoch. Benutzergerechte Velo-/Fusswege sind u.E. massiv günstiger erstellbar. Diese Massnahmen sind insbesondere bezüglich Kosten nochmals zu überprüfen. Für die Möglichkeit der Stellungnahme danken wir.

Für den Vorstand:
SVP Dübendorf
Patrick Walder
Parteipräsident

Für Rückfragen:
Patrick Walder, Präsident SVP Dübendorf, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., 078 820 33 68

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