Das Dübendorfer Gesamtverkehrskonzept GVK – ein finanzieller Dinosaurier sowie ein Konzept, bei dem Gewerbe und Auto auf der Strecke bleiben.

Ob sich die Dübendorfer Bevölkerung 2014 bewusst war, um wie viele Millionen es beim GVK geht? Sowohl für den Stadtrat als auch für den Gemeinderat ist das Verkehrskonzept mit rollenden Projekten über Jahre und Massnahmen, die dem gleichen Thema zuzuordnen sind, finanztechnisches Neuland. Da es oftmals um Millionenbeträge geht, stellt sich die Kompetenzfrage immer wieder. Das wird für die rund fünfzig GVK-Projekte, die in der Pipeline warten, anspruchsvoll bleiben. Ein treffliches Beispiel zur Problematik war der Umbau Lindenplatz und Bahnhofplatz. Mit fragwürdigen Begründungen erklärte der Stadtrat diese Umbauten als dringlich und führte sie – bei einem Kostenvoranschlag im siebenstelligen Bereich – in Eigenkompetenz als Sofortmassnahme aus. Das Resultat ist im SR-Beschluss 18-54 vom 1. März 2018 ersichtlich. Bahnhofplatz: Als Provisorium befriedigend, langfristige Lösung mittels Bushof nötig. Lindenplatz: Verkehrsregime verbessert, aber nur bedingt akzeptiert, weiterhin Handlungsbedarf. Da wird noch einiges auf uns zukommen.

Der gleiche Stadtratsbeschluss widmet sich der geplanten Gestaltung Bahnhofstrasse im Umfang von über 3 Millionen Franken. Er nimmt Bezug auf ein Gestaltungs- und Betriebskonzept aus dem u.a. zitiert wird, dass Motorfahrzeuge den öffentlichen Raum dominieren. Diese oder ähnliche Aussagen in Bezug auf den Individualverkehr lassen sich in den meisten Projekten des Gesamtverkehrskonzepts finden. Mit zunehmender Bevölkerung nimmt auch der Verkehr zu. Da ist es nicht zielführend, einzelne Verkehrsteilnehmer gegeneinander auszuspielen. Zudem ist das Gewerbe auf Zufahrts- und Parkmöglichkeiten angewiesen. Sonst wird auf diesbezüglich kundenfreundlichere Einkaufscenter ausgewichen, mit fatalen Folgen für die Dübendorfer Geschäfte.

Dies SVP Fraktion wird sich auch in der nächsten Legislatur mit Vehemenz dafür einsetzen, dass Verkehrsprojekte dem jeweils zuständigen Entscheidungsgremium vorgelegt werden. Weiter können Sie sich darauf verlassen, dass Gewerbe und motorisierter Individualverkehr, neben den Bedürfnissen des öffentlichen und Langsamverkehrs, nicht vergessen gehen.

Paul Steiner SVP, Vizepräsident Gemeinderat

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