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Sa 07 Nov.
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29Nov.
So 29 Nov.
Volksabstimmung

Mit grossem Interesse habe ich die Verkehrsanordnung der Kantonspolizei Zürich betreffend die Einführung einer Tempo-30-Zone im Gfenn gelesen. Ich frage mich, ob die Stadt Dübendorf mittlerweile Verkehrsplaner der speziell regierten Stadt Zürich beschäftigt, um deren verkehrspolitische Ideologien hier umzusetzen.

Dass künftig das gesamte Gfenn zur Tempo-30-Zone wird, kann man begrüssen oder ablehnen. Meiner Ansicht nach liegen die grössten verkehrstechnischen Herausforderungen jedoch bei den Anwohnern und beim öffentlichen Verkehr. Ortsunkundige Besucher bewegen sich in der Regel vorsichtig durch das Quartier und sind kaum mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Häufig sind es vielmehr die Anwohner selbst, die zu schnell fahren.

Zudem sind die meisten Autofahrer diszipliniert und halten an, wenn Kinder die Strasse überqueren wollen. Anders verhält es sich teilweise beim öffentlichen Verkehr: Busfahrer stehen gelegentlich unter Zeitdruck und versuchen, Verspätungen aufzuholen, was zu höheren bis überhöhten Geschwindigkeiten führen kann.

Wer sich durch Tempo 30 automatisch in Sicherheit wiegt, könnte sich jedoch täuschen. In einer Tempo-30-Zone dürfen Fussgänger die Fahrbahn zwar grundsätzlich überall überqueren, da auf viele Fussgängerstreifen verzichtet wird. Einen Vortritt haben sie deshalb aber nicht. Zum eigentlichen Anlass meines Leserbriefs: Besonders erstaunt hat mich, dass auch die Strasse «Im Hofacher» in die neue Tempo-30-Zone einbezogen wird. Dabei handelt es sich um eine lediglich rund 150 Meter lange Strasse, die in einer Sackgasse beim Besucherparkplatz endet. Zudem besteht keine direkte Verbindung zu anderen Strassen innerhalb der neuen Tempo-30-Zone.

Auf diesen 150 Metern befinden sich bereits nach etwa 50 Metern zwei rechtwinklige Kurven. Ich habe selbst versucht, auf diesem Abschnitt überhaupt 50 km/h zu erreichen – ohne Erfolg. Zusätzlich soll die ohnehin enge Zufahrt mit einem baulich gestalteten Eingangstor und einer Tempo-30-Signalisation versehen werden. Da stellt sich die Frage, wo die zweite Tafel überhaupt angebracht werden soll. Meiner Meinung nach wird hier Steuergeld für eine Massnahme ausgegeben, deren Nutzen äusserst fraglich ist.

 Steven Sommer
Anwohner im Hofacher und ehem. Gemeinderat SVP