Kürzlich hat die GLP eine Parlamentarische Initiative eingereicht, welche den Unternutzungsabzug auf Wohneigentum abschaffen will. Dieser wird bei der direkten Bundessteuer und der Staatssteuer gewährt und hilft, dass das Eigenheim nach dem Hinschied des Lebenspartners respektive der Lebenspartnerin oder dem Auszug der Kinder nicht zur steuerlichen Schuldenfalle wird. Es ist widersinnig, wenn der Staat Steuern auf einen fiktiven Eigenmietwert erhebt und das Eigenheim als Folge davon zwangsveräussert werden muss.
Nach dem Willen der GLP-Initiative sollen ältere Personen möglichst bald nach dem Hinschied der Lebenspartner oder dem Auszug der Kinder aus den eigenen vier Wänden vertrieben werden. Wie im Initiativtext geschrieben steht, sollen diese ihre grosszügigen Wohnflächen für «kleinere Wohneinheiten» aufgeben und «ukrainischen oder anderen Flüchtlingen zur Verfügung stellen».
Offenbar stehen Asylbewerber und Flüchtlinge bei der GLP höher im Kurs als alleinstehende Seniorinnen und Senioren, die hier gearbeitet und für ihr Eigenheim gespart haben. Gut, dass es mit der SVP für die Stimmberechtigten eine Alternative gibt. Deren Politik stärkt den Mittelstand, statt ihn zu enteignen.
Patrick Walder
Kantonsrat und Präsident SVP Dübendorf


