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Seit letzter Woche herrscht im Dübendorfer Zentrum wortwörtlich das Tempo-30-Chaos. Fussgängerstreifen sind einfach verschwunden, Schwellen sind eingebaut worden (Wallisellenstrasse), neue Signalisationen wurden errichtet, zum Teil abgedeckt, zum Teil nicht und (fast) überall in der grossflächigen Zone herrscht neu über Nacht Rechtsvortritt.

Wie man gut beobachten kann, ist dadurch die Verkehrssituation im Zentrum nicht sicherer, sondern gefährlicher geworden. Sogar die Profichauffeure im öffentlichen Verkehr bekunden Mühe. Mehrfach war zu beobachten, wie Busse vom Bahnhof her in Richtung Lindenplatz den Rechtsvorkehr missachtet und damit heikle Situationen provoziert haben.

Auch für Fussgängerinnen und Fussgänger ist die Situation im Zentrum eine Zumutung. Mit dem Verschwinden der Fussgängerstreifen – noch sind nicht alle entfernt, die entfernt werden müssen – haben Fussgängerinnen und Fussgänger nun keinen Vortritt mehr. Versuchen Sie jetzt mal im Stossverkehr, die Bahnhofstrasse zu überqueren. Ein sehr schwieriges und gefährliches Unterfangen, nicht nur für Kinder und ältere Menschen.

All das haben wir Tempo 30 zu verdanken. Und nun, mit der Vorlage über die am 13. Juni abgestimmt wird, sollen weitere 16 30er Zonen in Dübendorf installiert werden. Mit dieser ideologisch gefärbten und autofeindlichen Verkehrspolitik schiesst der Stadtrat nicht nur weit übers Ziel hinaus, sondern gefährdet alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere den Langsamverkehr.

Mit einem NEIN zu Tempo 30 kann das verhindert werden. Und, eine Ablehnung der Vorlage eröffnet politische Möglichkeiten, Tempo 30 im Zentrum wieder wegzukriegen.

Toni Keller, Dübendorf

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