Die Stadt Dübendorf bietet dem Kanton das Areal des Militärflugplatzes Dübendorf als alternativen Standort für eine Kantonsschule an. Dieses Vorgehen zeigt, dass Sinn und Zweck des Innovationsparks auch von der Standortgemeinde Dübendorf in Frage gestellt werden.

Gemäss vielen Versprechungen und Äusserungen, sollte der Innovationspark auf dem Flugplatz Dübendorf ein Zusammenspiel von Forschung und Privatwirtschaft werden. Die SVP Dübendorf bezweifelt seit jeher, dass genügend Interesse der Privatwirtschaft an einem Innovationspark besteht. Diese Zweifel werden dadurch untermauert, dass der Regierungsrat 217 Millionen Franken Steuergelder für die Anschubfinanzierung des als privatwirtschaftlich angepriesenen Projekts beantragen muss. Bei genügend privatwirtschaftlichem Interesse, wäre das Geld auch von privater Seite zusammengekommen.

Wie bereits im Dezember 2019 bekannt wurde, beabsichtigte der Regierungsrat zu prüfen, ob am Standort Militärflugplatz Dübendorf eine Kantonsschule errichtet werden kann. Diese Absicht wird nun durch die Stadt Dübendorf im Dokument «Mittelschule in Dübendorf» vom November 2020 bestätigt. Der Stadtrat Dübendorf schlägt unter anderem den Standort Militärflugplatz Dübendorf vor und bezeichnet diesen - politisch motiviert - bereits als «Innovationspark Zürich».

Mit diesem Vorgehen von Kanton und Gemeinde und dem «Neustart» des Projekts Innovationspark wird offensichtlich, dass der Kanton verzweifelt versucht, eine Rechtfertigung für das Projekt Innovationspark und damit für die Zerstörung des Areals Militärflugplatz zu schaffen.

Mutig wäre zuzugeben, dass man sich mit dem Projekt Innovationspark verrannt hat und das Projekt fallen zu lassen, bevor noch weitere Steuergelder verschwendet werden. Leider fehlt den meisten Politikerinnen und Politikern der Mut, das Richtige tun. Hoffen wir, dass dieser Mut und die Einsicht im Jahr 2021 zu Gunsten der Bewohnerinnen und Bewohner der Anrainergemeinden noch entstehen.

Patrick Walder, Präsident SVP Dübendorf