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Vorstandssitzung

Artikel im Glattaler vom 17.04.2020: «Stadtrat weist Gemeinderätin Flavia Sutter in die Schranken»

Im Artikel «Stadtrat weist Gemeinderätin Flavia Sutter in die Schranken», versucht Gemeinderätin Sutter (Grüne) ihr Vorgehen zu beschönigen und zu verharmlosen. Dass sich der Stadtrat vor seine Angestellten stellt, erachtet sie als falsch. Den Mobbing-Vorwurf bezeichnet sie als lächerlich und als noch beleidigender empfindet sie, dass sie gemäss Orlando Wyss nicht mehr als Gemeinderatspräsidentin wählbar sein soll. Dieser stellt die Wahl von Sutter jedoch lediglich zur Diskussion, als Reaktion auf die scharfe Zurechtweisung von Sutter durch den Stadtrat. Das SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft) definiert den Begriff «Mobbing» wie folgt: «Unter Mobbing im Arbeitsleben (auch als Psychoterror bezeichnet) versteht man Handlungen, die von einer Person oder einer Gruppe auf systematische Art gegen eine bestimmte Person ausgeübt werden mit dem Ziel des Ausstossens aus dem Arbeitsverhältnis.» 
Die wiederholten Entlassungsforderungen, ausgehend von politischen Personen Dübendorfs und Gruppierungen, gegen Arbeitnehmende der Stadtverwaltung, rechtfertigen die Frage, ob dieses Vorgehen «Mobbing-Charakter» hat. Auch darf man hinterfragen, ob eine politische Person, welche die erwähnten Forderungen nicht nur unterstützt, sondern forciert, das Amt als höchste Dübendorferin bekleiden soll, insbesondere da es sich hierbei um eine politische Frage handelt.

Dass öffentliche Kritik gerechtfertigt sein kann, wie es Frau Sutter ausführt, dem ist nicht zu wiedersprechen. Ist diese Kritik gegen politische Personen gerichtet, die ihr Amt im Milizsystem ausüben und sich aus freien Stücken äussern und dagegen wehren können, dann ist das absolut legitim. Kann sich eine kritisierte Person jedoch nicht frei äussern und geht es bei ihr gar noch um die berufliche Existenz, ist solches Vorgehen hochgradig unanständig und zu verurteilen, wie es der Stadtrat getan hat. Auch hinkt der Vergleich von Gemeinderätin Sutter betreffend Stadtplanung.
Es ist korrekt, dass diese wiederholt kritisiert, ja sogar die ganze Stabsstelle hinterfragt wurde. Diese Kritik war jedoch immer an den Stadtrat gerichtet, nie gegen den Stadtplaner oder seine Mitarbeitenden. Dass sich auch die SVP Dübendorf oft kritisch verlauten lässt, ist bekannt. Die Kritik richtet sich aber immer gegen Personen, die sich öffentlich dagegen zur Wehr setzen dürfen und können. Das darf, ja das muss sogar, in der Kommunalpolitik die Grundlage einer fairen Auseinandersetzung sein.

SVP Dübendorf

Patrick Walder

Parteipräsident

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