Replika auf Leserbrief: Niemand darf vorschreiben, wie viel Lärmimmissionen jemand zu tragen hat


Letzte Woche habe ich im Glattaler einen Leserbrief mit oben genanntem Titel gelesen. Obschon die Titelwahl gelungen ist, erlaube ich mir eine kurze Replik zum Inhalt. Als Anwohner der 30er-Zone Zentrum erlebe ich nämlich das pure Gegenteil. Es ist lauter geworden. Hupkonzerte – auch unabhängig von der Fussball Europameisterschaft – sind keine Seltenheit und das Bremsen und Anfahren bei der Schwelle auf der Wallisellenstrasse ist deutlich zu hören. Das Kreuzen der Strassen als Fussgänger ist immer mit einem unguten Gefühl verbunden, denn viele Autofahrer beharren auf ihrem Vortrittsrecht. Täglich kann ich von meinem Balkon beobachten, wie sich die Autos auf der Wallisellenstrasse bis an die Kreuzung beim Lindenplatz stauen. Ich habe jeweils das Gefühl, dass die Autos eher 12 Minuten pro Tag, als 12 Minuten in der Woche, im Zentrum unterwegs sind.


In einer Demokratie entscheidet die Mehrheit der stimmberechtigten Bevölkerung. Es mag sein, dass es beim Leserbriefschreiber ruhiger geworden ist, weil Autofahrer die dortige Strasse nun meiden. Das geht dann aber zu Lasten von Anwohnerinnen und Anwohnern andernorts, denn der Verkehr wird deswegen nicht weniger, er wird nur verlagert. Auch gehe ich davon aus, dass die Strasse im Zentrum Dübendorfs bereits bestand, beim Zuzug des Leserbriefschreibers. Will man zentral wohnen, muss man in Kauf nehmen, dass dies automatisch mit Lärm verbunden ist. Und wenn man in der Schweiz wohnt, muss man sich zusätzlich bewusst sein, dass der Souverän die bestimmende Gewalt ist.

Lukas Schanz, SVP Gemeinderat

We use cookies
Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen das bestmögliche Erlebnis während Ihres Besuchs zu bieten. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung aller Cookies zu. Weitere Informationen zur Änderungen Ihrer eigenen Einstellungen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.